Funktionsanalyse

Das „Kausystem” besteht nicht nur aus den Zähnen, sondern auch aus den Kiefergelenken und den dazugehörigen Muskeln einschließlich der Kopf- und Halsmuskulatur. All diese sind durch Nervenbahnen und Verbindungsmechanismen eng miteinander verflochten. Ist ein Teil dieser Kette gestört, werden die anderen Bestandteile - bei dem Versuch, den Verlust auszugleichen - überbeansprucht.

Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Migräne, Verspannungen, Gelenkschmerzen bis zu Tinnitus (Gehörsturz) können die Folge sein.

Für eine langfristige erfolgreiche Therapie mit Einzelzahnrestaurationen wie auch mit aufwendigem Zahnersatz, oder bei der Versorgung mit Schienen, stellt die Funktionsanalyse des Kauorgans eine unabdingbare Voraussetzung dar.

Funktionsanalyse bei Kiefergelenksbeschwerden - Zahnarztpraxis Minden

Die genaue Position der Kiefer zueinander, ihre Lage und Stellung am Schädel, sowie bestimmte Abläufe in den Kiefergelenken und in der Muskulatur sind dabei von großer Bedeutung.

Ein wichtiges Hilfsmittel zur Durchführung der Funktionsanalyse ist zum Beispiel der Gesichtsbogen. Dieser ermöglicht eine getreue Übertragung der Patientensituation auf individuell einstellbare zahntechnische Arbeitsgeräte (sogenannte Artikulatoren).

Unter Berücksichtigung individueller Patientenmerkmale hat der Zahntechniker die Möglichkeit, ein wesentlich genaueres Ergebnis bei der Rekonstruktion verloren gegangener Zahnsubstanz zu erzielen. Gleiches gilt für die Anfertigung von Schienen.

Seit August 2007 verwenden wir für die Funktionsanalyse auch das sogenannte DIR-System. Es ist ein computerunterstütztes dynamisches intraorales Registriersystem zur Früherkennung von Störungen des Kausystems. Bei der Registrierung werden Soll- und Istwerte miteinander verglichen. So können Ursachen von Beschwerden eindeutig und präzise festgestellt und behandelt werden. Eine Schablone mit einem Sensor wird auf die Zähne gelegt und zeichnet vom Patienten durchgeführte Kieferbewegungen auf. Diese werden simultan auf einem Monitor angezeigt. Die Aufzeichnungen wertet der Zahnarzt per Computer aus und kann einen optimalen Biss rekonstruieren.